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Vor zwei Jahren machte sich der Landwirt Gerhard Brumbauer aus Loiching, Bayern, Gedanken darüber, wie er die überproportional steigenden Energiekosten seiner Hähnchenmast in den Griff bekommen könnte. Die Lösung für ihn war die Investition in einen Wärmetauscher. 

Die Energiekosten, und hier vor allen Dingen die Heizkosten, sind in der Hähnchenmast wirtschaftlich ein nicht zu unterschätzender Faktor. In modernen Broilermastanlagen wird durchschnittlich mehr als die Hälfte des Primär-Energiebedarfs durch die Heizung verursacht. Besonders energieintensiv sind die ersten drei Wochen der Mast. In dieser Zeit werden ca. 95% der insgesamt für einen Mastdurchgang benötigten Wärmemenge eingespeist. Leider wird ein großer Teil der eingespeisten Wärme mit der Abluft aus dem Stall wieder nach draußen befördert, so dass viel Primärenergie verloren geht.

Steigende Energiekosten  in den Griff bekommen
energiekosten

Blick in den Hähnchenstall von Gerhard Brumbauer. Der Stall wurde von der Fa. LAE Anlagenbau GmbH ausgestattet

 

Vor nicht ganz zwei Jahren, im Frühjahr 2009, machte sich der Landwirt Gerhard Brumbauer aus Loiching, Bayern, Gedanken darüber, wie er die überproportional steigenden Energiekosten seiner Hähnchenmast in den Griff bekommen könnte. Gerhard Brumbauer begann zu recherchieren, welches technische System ihm helfen könnte, Energiekosten zu sparen und außerdem für ein gutes Klima im Hähnchenstall zu sorgen. Mehrere Möglichkeiten der Stallklimasteuerung kamen in seine engere Wahl. „Bei meiner Suche nach einem geeigneten Stallequipment fiel mir ein Anbieter auf, der einen Luft-Luft-Wärmetauscher anbot“, erinnert sich Gerhard Brumbauer. „Dieser Luft-Luft-Wärmetauscher oder auch rekuperativer Kreuz Gegenstrom-Wärmetauscher sollte den Primärenergiebedarf signifikant reduzieren, so war zu lesen.“  Der Landwirt entschied sich schließlich für eine Investition in dieses System.

Funktionsweise des rekuperativen Kreuz-Gegenstrom-Wärmetauschers

Bei der Entwicklung des rekuperativen Kreuz-Gegenstrom-Wärmetauschers wurden die langjährigen Erfahrungen aus anderen Bereichen der landwirtschaftlichen Produktion auf die speziellen Bedürfnisse der Geflügelmast übertragen.

Und so funktioniert der Wärmetauscher:

Die energiereiche Stallabluft wird mit einem zentralen Ventilator in den Wärmetauscher geblasen. Im Wendelverdrängersystem des Tauschers wird der Abluft dann die Energie entzogen und auf die Frischluft im Gegenstrom übertragen. Die Menge der für die Wärmerückgewinnung eingesetzten Abluft aus dem Mastabteil entspricht der Mindestluftrate für die Tiere im Zeitraum zwischen der Einstallung und dem 15. bis 20. Masttag. Die exakte Steuerung der Ventilatoren wird von einem systemeigenen Computer übernommen. Dieser kontrolliert die Stellklappen für Zu- und Abluft, die Luftmengen sowie die integrierte Wäscheranlage zur automatischen Reinigung der Wärmetauscher  flächen.Die in Hähnchenställen üblichen Gebläsekonvektoren werden von der vorhandenen Klimasteuerung ohne zusätzliche Aggregate bedarfsgerecht gesteuert.

Die bereits installierte Lüftungsanlage wird bei Beachtung der Stallluftqualität unter Betriebsbedingungen so reguliert, dass jederzeit die notwendige Luftleistung gewährleistet ist.

Die Erfahrungen mit  dem neuen Wärmetauscher

Nach ungefähr eineinhalb Jahren und zwölf Mastdurchgängen kann Gerhard Brumbauer in Bezug auf den Einsatz des Wärmetauschers ein sehr positives Fazit ziehen:

  • Die Bedienung und Wartung der Anlage sind nach seiner Ansicht sehr benutzerfreundlich. Am Ende eines Mastdurchgangs müssen zur Reinigung lediglich ca. 45 Minuten aufgewendet werden.
  • Die Einstreu im Stall ist durchweg trocken. Fußballenerkrankungen und das Auftreten von Brustblasen tendieren gegen null. In den ersten acht Tagen der Mast sei eine besonders starke Reduktion der Stallfeuchte festzustellen, so Gerhard Brumbauer.
  • Die Ammoniakbelastung im Stall sei durch den Einsatz des Wärmetauschers merklich vermindert worden, erklärt der Landwirt. Dadurch habe sich der Allgemeinzustand der Tiere erheblich verbessert. „Speziell im Winter sehe ich im Bereich der Luftqualität Vorteile“, so Gerhard Brumbauer. „Dann können die Wandventile in den ersten zwölf Masttagen geschlossen bleiben. Die notwendige Zuluft kommt dann allein über den Wärmetauscher.“
  • Ein weiterer positiver Nebeneffekt des Wärmetauschers ist für Gerhard Brumbauer die Reduzierung der Gerüche, die aus dem Hähnchenstall austreten. Die Nachbarschaft nehme den Stall in Bezug auf eine eventuelle Geruchsbelästigung quasi kaum noch wahr. „Die Summe dieser Vorteile wirkt sich insgesamt positiv auf die Mastleistung der Tiere aus“, freut sich Gerhard Brumbauer. Auf die Frage, ob die Anschaffung des Wärmetauschers eine lohnende Investition war, antwortete Brumbauer: „Auf jeden Fall! Ich würde jedem Mäster den Einsatz dieses Wärmetauschers empfehlen.“

Woehlkens Brumbauer




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